Day of Atonement


Pool of a medieval mikvah in Speyer, dating ba...

Image via Wikipedia

Day of Atonement

“What atonement is there for blood
spilt upon the earth?”
- Aeschylus

Last evening’s sunset marked the beginning of the
day of atonement for those of the Jewish faith.
Yom Kippur represents a day of personal reflection
and introspection and I call upon the dairy industry
to come to terms with one of their most heinous crimes
against mankind.

Just about everybody in the dairy industry is aware that
the irritable bowels of 40 million Americans who have
Crohn’s Disease, ulcerative colitis or irritable bowel
syndrome can be traced directly to infected dairy cows.
For the scientific evidence see:

http://www.notmilk.com/c.html

Today would be an appropriate day for dairy farmers
and dairy scientists to observe a Jewish tradition and
come to terms with the pain that their actions continue
to plague so many milk and cheese consumers.

We cannot forget and we cannot forgive. Armed with
this knowledge, it is hard to understand how members
of the dairy industry continue to ignore what they
themselves refer to as the dairy industry’s greatest
challenge. Try as they do, spending $300 million per
year, they still cannot eradicate this disease in
cows, nor prevent its spread to humans.

Jewish people observe this day to atone for their sins.
The entire dairy industry continues to commit this sin
of omission. Decency demands that a lifetime of atonement
act to prevent another case of bacterial contamination
which affects so many. The link to disease and suffering
from the consumption of mycobacterium paratuberculosis
in cow’s milk is irrefutable.

“Even when we know what is right, too often we fail to act.
More often we grab greedily for the day, letting tomorrow
bring what it will, putting off the unpleasant and unpopular.”
- Bernard M. Baruch

Robert Cohen
http://www.notmilk.com

Jüdisch-muslimische Front gegen Schächtungsverbot


Jüdisch-muslimische Front gegen Schächtungsverbot

15.09.2011 | 18:26 |  Von unserem Korrespondenten HELMUT HETZEL (DEN HAAG) (Die Presse)

In seltener Einigkeit kämpfen Vertreter beider Religionen gegen einen im Parlament schon abgesegneten Gesetzesentwurf, dem noch der Senat zustimmen muss. Geplante Verbot beschränke die Religionsfreiheit.

In den Niederlanden geschieht dieser Tage etwas, was weltweit alles andere als üblich ist: Juden und Muslime ziehen an einem Strang. Vertreter beider Religionen, Rabbis wie Imame, haben sich hier zu einer gemeinsamen politischen Front zusammengeschlossen. Ihr Zweck: Die Mobilmachung gegen das vom Parlament in Den Haag bereits de facto beschlossene Schächtungsverbot von Tieren.

Das Parlament hatte bereits am 28. Juni das Schlachten von Tieren nach der jüdischen und der islamischen Tradition des Schächtens, bei der die Halsschlagader des noch lebenden Tieres mit einem scharfen Messer durchtrennt wird und dieses dann langsam verblutet, verboten. Es gab dafür auch eine überwältigende Mehrheit von 116 der insgesamt 150 Abgeordneten. Doch noch ist der Beschluss, der auf Initiative der kleinen „Partei für die Tiere“ (PvdD) zustande kam, nicht Gesetz geworden. Die erste Kammer, der niederländische Senat, muss dem Schächtungsverbot nämlich noch zustimmen. Und in diesem Gremium, das 75 Senatoren zählt, ist es gar nicht hundertprozentig sicher, dass das Gesetz eine Mehrheit bekommt.

 

Religionsfreiheit in Gefahr?

Daher machen nun jüdische und islamische Organisationen gemeinsam massiv und lautstark mobil. Sie argumentieren, dass das geplante Verbot der uralten Schlachtmethode ihre Religionsfreiheit beschränke. Es ist das erste Mal überhaupt in den Niederlanden, dass Juden und Muslime eine gemeinsame Politik betreiben.

Laut Koran und Thora gilt Blut als unrein und muss beim Schlachten aus dem Tier entfernt werden. Bei Juden erfolgt die Schächtung ohne Betäubung des Tieres, da es nach strenger Auffassung durch die Betäubung verletzt und das Fleisch zum religiös korrekten Verzehr unbrauchbar wird. Manche islamische Rechtsschulen hingegen halten eine Betäubung, etwa durch Stromstöße, für durchaus zulässig.

Der Rabbiner Lody van de Kamp und der Vorsitzende der islamischen Vereinigung „IBW“, Ibrahim Wijbenga, trafen einander jüngst bei der koscheren Fleischerei „Sal Meijer“ in Amsterdam, um ihre politische Strategie gegen das drohende Schächtungsverbot zu besprechen. Bei einer koscheren „Broodje Ossenworst“, einer Art Rindersalami, die nicht nur unter jüdischen Niederländern sehr beliebt ist, sagt Rabbi van de Kamp: „Die islamische Lobby gegen das Schächtungsverbot ist spät in Gang gekommen. Wir waren lange Zeit die einzigen, die gegen das geplante Schächtungsverbot protestierten haben.“

Da hat er Recht. Denn bisher waren es hauptsächlich religiöse Juden, die sich nicht vorschreiben lassen wollten, wie sie ein Rind oder Schaf schlachten sollten und die an der traditionellen Schächtung der Tiere unbedingt festhalten wollten. Und so hatten bisher fast nur Juden öffentlich bzw. medial gegen das Schächtungsverbot protestiert.

 

„Wir sind keine Barbaren“

Der Muslim Ibrahim Wijbenga, ein Konvertit mit friesischem Vater und marokkanischer Mutter, meinte: „Unsere Schlachtweise wird als ,mittelalterlich‘ diffamiert. Aber wir sind keine Barbaren. Wir halten uns an Regeln des Koran. Juden und Muslime meinen, dass Tiere beim Schächten, wenn die Halsschlagader mit einem scharfen Messer in einem Schnitt durchtrennt wird, nicht leiden.“

„Unsinn“, sagt Marianne Thieme, Chefin der „Partei der Tiere“. „Es gibt Untersuchungen, wonach Tiere nach dem Schächten minutenlang leben und leiden.“ Die Schlachtmethode sei grausam und tierquälerisch. Juden sollten einfach auf ihr koscheres und Muslime auf ihr Halal-Fleisch verzichten.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 16.09.2011)