“Die letzten sieben Tage der Schöpfung” von Jörg Zink “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde”


Die letzten sieben Tage der Schöpfung
von Jörg Zink

(Im Original mit Federzeichnungen von Heinz Giebeler)

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Aber nach vielen Jahrmillionen war der Mensch endlich klug genug. Er sprach:

                   Wer redet hier von Gott? Ich nehme meine Zukunft selbst in die Hand. 

Er nahm sie, und es begannen die letzten sieben Tage der Erde.

Am Morgen des ersten Tages
beschloss der Mensch, frei zu sein und gut, schön und glücklich. Nicht mehr Ebenbild eines Gottes, sondern ein Mensch. Und weil er etwas glauben musste, glaubte er an die Freiheit und an das Glück, an Zahlen und Mengen, an die Börse und den Fortschritt, an die Planung und seine Sicherheit. Denn zu seiner Sicherheit hatte er den Grund zu seinen Füßen gefüllt mit Raketen und Atomsprengköpfen.

Am zweiten Tage
starben die Fische in den Industriegewässern, die Vögel am Pulver aus der chemischen Fabrik, das den Raupen bestimmt war, die Feldhasen an den Bleiwolken von der Straße, die Schoßhunde an der schönen roten Farbe der Wurst, die Heringe am Öl auf dem Meer und an dem Müll auf dem Grunde des Ozeans. Denn der Müll war aktiv.

Am dritten Tage
verdorrte das Gras auf den Feldern und das Laub an den Bäumen, das Moos an den Felsen und die Blumen in den Gärten. Denn der Mensch machte das Wetter selbst und verteilte den Regen nach genauem Plan. Es war nur ein kleiner Fehler in dem Rechner, der den Regen verteilte. Als sie den Fehler fanden, lagen die Lastkähne auf dem trockenen Grund des schönen Rheins.

Am vierten Tage
gingen drei von vier Milliarden Menschen zugrunde. Die einen an den Krankheiten, die der Mensch gezüchtet hatte, denn einer hatte vergessen, die Behälter zu schließen, die für den nächsten Krieg bereitstanden. Und ihre Medikamente halfen nichts. Die hatten zu lange schon wirken müssen in Hautcremes und Schweinelendchen. Die anderen starben am Hunger, weil etliche von ihnen den Schlüssel zu den Getreidesilos versteckt hatten. Und sie fluchten Gott, der ihnen doch das Glück schuldig war. Er war doch der liebe Gott!

Am fünften Tage
drückten die letzten Menschen den roten Knopf, denn sie fühlten sich bedroht. Feuer hüllte den Erdball ein, die Berge brannten, die Meere verdampften, und die Betonskelette in den Städten standen schwarz und rauchten. Und die Engel im Himmel sahen, wie der blaue Planet rot wurde, dann schmutzig braun und schließlich aschgrau. Und sie unterbrachen ihren Gesang für zehn Minuten.

Am sechsten Tage
ging das Licht aus. Staub und Asche verhüllten die Sonne, den Mond und die Sterne. Und die letzte Küchenschabe, die in einem Raketenbunker überlebt hatte, ging zugrunde an der übermäßigen Wärme, die ihr gar nicht gut bekam.

Am siebten Tage
war Ruhe. Endlich. Die Erde war wüst und leer, und es war finster über den Rissen und Spalten, die in der trockenen Erdrinde aufgesprungen waren. Und der Geist des Menschen irrlichterte als Totengespenst über dem Chaos. Tief unten in der Hölle aber erzählte man sich die spannende Geschichte von dem Menschen, der seine Zukunft in die Hand nahm, und das Gelächter dröhnte hinauf bis zu den Chören der Engel.

Die letzten sieben Tage der Schöpfung – Jörg Zink
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Diesen Text schrieb Jörg Zink 1970 ursprünglich für eine Anti-Atom-Demonstration in Stuttgart. Er wurde zuerst gedruckt in „Die Welt hat noch eine Zukunft – eine Einladung zum Gespräch“ (Stuttgart, Kreuz-Verlag, 1971). Die Hilfsaktion „Brot für die Welt“ verwendete 1973 den Text – zusammen mit sieben Graphiken des Metzinger Künstlers Heinz Giebeler (1927 – 2004) – als Plakat für eine Aktion „Einfacher leben – einfacher überleben – Leben entdecken“. Wir danken „Brot für die Welt“ für die erteilte Abdruckgenehmigung der Bilder auf dieser Seite.

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Researchers in neuroscience find that rodents show empathetic behaviour toward each other!


HumanSinShadow.wordpress.com

The University of Chicago

Am 06.07.2015 veröffentlicht

In a series of experiments, University of Chicago researchers observed the first evidence of helping behavior triggered by empathy in laboratory rats. The researchers, psychology graduate student and first author Inbal Ben-Ami Bartal and co-authors Jean Decety, the Irving B. Harris Professor of Psychology and Psychiatry, and Peggy Mason, Professor of Neurobiology, published their observation today in Science. It places the origin of pro-social helping behavior earlier in the evolutionary tree than previously thought. Though empathetic behavior has been observed anecdotally in non-human primates and other wild species, the concept had not previously been observed in rodents in a laboratory setting.

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PETA PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz


PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz
Es ist wieder einmal so weit. GERATI schaut sich einmal die von PeTA veröffentlichten Einnahmen und Ausgaben genauer an und prüft, wie viel PeTA direkt in den Tierschutz investiert. 08.08.2017 PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz PeTA selbst gibt ja auf seiner Spendenseite an, dass 88 % der Spendengelder direkt in den Tierschutz landen. Im Jahr 2015 konnte GERATI hier bereits PeTA den Betrug nachweisen, da PeTA über 43 % der Spendeneinnahmen in Lohnkosten investiert hatte. Aber schauen wir uns das Jahr 2016 einmal genauer an! Einnahmen Ausgaben Übersicht PeTA 2016 PETA-GUV-2016.pdf Im Jahr 2016 hatte PeTA, Spenden in höhe von 5.709.841,55 € eingenommen. Wie viele Tierheime in Deutschland hätte man mit diesem Geld die Existenzangst nehmen können. Nun Gut PeTA wird natürlich mit diesen Spenden auch Tieren geholfen haben. Ein Blick auf die Ausgabenseite von PeTA wird dieses uns ja zeigen. Ausgaben: Die Prozentangabe entspricht immer in Bezug auf die gesamt Spendeneinnahmen. Abschreibungen: 34.648,06 € = 0,61 % Personalkosten: 1.948.071,95 € = 34,11 % Werbekosten: 2.393.622,08 € = 41,92 % Rechtskosten / Verurteilungen: 29.500,63 € = 0,52 % Miete / Nebenkosten: 193.315,67 € =3,39 % Reisekosten: 55.402,13 € = 0,97 % Sonstiges: 130.409,99 € = 2,28 % Gewinn / Überschuss: …
PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz
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Assange’s UK Legal Battle Will Take 2 Years – His Chances of Winning Are Good – by John Helmer (Dances With Bears) 16 April 2019 — xenagoguevicene


HumanSinShadow.wordpress.com

The case for and against Julian Assange (lead image, 3rd from left) will keep him in the UK for at least eighteen months, probably two years, possibly three, according to leading London lawyers. The UK will have a new government by then; the US too. In the interval, Assange’s lawyers are preparing to prove the US […]

via Assange’s UK Legal Battle Will Take 2 Years – His Chances of Winning Are Good – by John Helmer (Dances With Bears) 16 April 2019 — xenagoguevicene

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DIETRICH BONHOEFFER: Ab April 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung| Auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner hingerichtet.


 

Dietrich Bonhoeffer

 

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.
Mit 24 Jahren habilitiert, wurde Bonhoeffer nach Auslandsaufenthalten Privatdozent für Evangelische Theologie in Berlin sowie Jugendreferent in der Vorgängerorganisation des Ökumenischen Rates der Kirchen.

 

Ab April 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung und engagierte sich im Kirchenkampf gegen die Deutschen Christen und den Arierparagraphen im Berufsbeamtengesetz. Ab 1935 leitete er das Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde, das, später illegal, bis 1940 bestand. Etwa ab 1938 schloss er sich dem Widerstand um Wilhelm Franz Canaris an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet.

 

Als gegenüber seinen Lehrern eigenständiger Theologe betonte Bonhoeffer die Gegenwart Jesu Christi in der weltweiten Gemeinschaft der Christen, die Bedeutung der Bergpredigt und Nachfolge Jesu und die Übereinstimmung von Glauben und Handeln, die er persönlich vorlebte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus. In seinen Gefängnisbriefen entwickelte er einflussreiche, wenn auch fragmentarische Gedanken für eine künftige Ausrichtung der Kirche nach außen in Solidarität mit den Bedürftigen und zu einer nichtreligiösen Interpretation von Bibel, kirchlicher Tradition und Gottesdienst….

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer