Reissender Absatz für Fuchsbaelge


http://www.derbund.ch/leben/style/Reissender-Absatz-fuer-Fuchsbaelge/story/16348617

Reissender Absatz für Fuchsbälge

Von Stefan Kammermann. Aktualisiert am 11.02.2013

1300 Fuchsbälge gingen am Berner Oberländer Pelz- und Fellmarkt über den Tisch, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Mit der Nachfrage steigen auch die Preise. Pelz boomt vor allem im Ausland.

Peter Hofstetter hat alle Hände voll zu tun. Er ist einer der Pelzhändler, die in der zur Markthalle umfunktionierten Autoeinstellhalle des Hotels Freienhof in Thun Fuchsbälge aus hiesiger Jagd erstehen. Hofstetter ist eigens aus Flawil im Kanton St.Gallen angereist. «Ich bin überrascht über die grosse Auffuhr», sagt er und drückt einem Grünrock 500 Franken in die Hand.

Das Geschäft jedenfalls läuft am Oberländer Pelz- und Fellmarkt am Samstag wie geschmiert. «Ich bin sehr zufrieden», sagt Franco Catocchia. Der Eggiwiler ist derjenige Jäger, der eben die 500 Franken für seine Jagdbeute eingehandelt hat. 15 Fuchsbälge und 10 Marderfelle hat er zu Markte getragen und einen deutlich tieferen Preis erwartet.

20 Franken für einen Fuchsbalg

«Ich habe nicht damit gerechnet, für einen Fuchsbalg 20 Franken zu erhalten», sagt der Jäger aus dem Emmental. Mit einem Lächeln im Gesicht hat ebenso Fritz Rentsch aus Trubschachen seine Jagdbeute an den Händler gebracht und für 12 Fuchsfelle und 2 Marderpelze 300 Franken gelöst. Das Geld wollen er und seine Jagdkollegen in einen gemütlichen Ausflug mit Freunden und der Familie investieren.

Während sich in der Einstellhalle die Grünröcke dem Kaffee fertig zuwenden, packt Peter Hofstetter Fuchsbalg um Fuchsbalg zusammen. An die 400 Stück hat der Händler dieses Jahr in Thun erstanden. «Diese kann ich bestimmt absetzen», sagt er. 80 Prozent gehen in den Export und werden vorab in Russland, Korea oder China zu Jacken, wärmenden Krägen oder Decken verarbeitet.

Doppelt so viel wie letztes Jahr

In Thun wechseln am Samstag jedenfalls deutlich mehr Felle und Pelze den Besitzer als auch schon. «Rund 1300 Pelzfelle wurden aufgeführt», bilanziert Marktsprecherin Veronika Wettstein. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr, als knapp 700 Fuchsbälge aufgeführt wurden. Und erst noch zu einem besseren Preis. Statt für 15 Franken wie vor Jahresfrist boten die Händler am Samstag 20 bis 25 Franken für schöne Pelze und Felle aus heimischer Jagd.

«Die Jäger haben damit gerechnet, dass der Preis für einen Fuchspelz steigt», begründet Veronika Wettstein die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Auffuhr. Ob damit auch die Anzahl erlegter Füchse in der aktuellen Saison angestiegen ist, ist noch offen. Bekannt ist die Zahl der Jagdsaison 2011/2012. Damals haben Berner Jäger 4215 Füchse erlegt. (Thuner Tagblatt)

Advertisements

Finnland: Finnische Pelze behaupten sich am Markt


Maaseudun Tulevaisuus – Finnland
Finnische Pelze behaupten sich am Markt
Trotz der Kritik von Tierschützern wächst die finnische Pelztierzucht und ist stärker denn je, stellt die liberale Tageszeitung Maaseudun Tulevaisuus fest: “Die Pelztierzucht ist ein Beispiel für natürliche Produktion, von der wir in der Welt mehr benötigen. Pelze sind warme, natürliche und nachhaltige Materialien. … Auch die grünen Kritiker müssen zugeben, dass es viel besser ist, sich in natürliche Pelzen zu kleiden als in aus Öl produzierte Kunstfasern. Bei den Investitionen ist natürlich zu beachten, dass der Wettbewerb in der Branche voraussichtlich zunimmt. Die gute Nachfrage führt auch in anderen großen Pelzländern zu einem Ausbau der Produktion. Die finnischen Pelze sind auch in der sich verschärfenden Wettbewerbssituation stark. Die jahrelang entwickelte Marke steht hoch im Kurs, denn die in Finnland produzierten Pelze sind für ihre Qualität bekannt. Qualität ist das Schlüsselwort für den künftigen Erfolg.” (31.01.2012)
» zum ganzen Artikel (externer Link, finnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Wirtschaft, » Finnland

Warnung vor Fleisch kranker Gänse!


 

Badende Gänse

Image via Wikipedia

Martinstag: VIER PFOTEN warnt vor Fleisch kranker Gänse

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. November 2011 09:50

Die Kampagne der internationalen Tierschutzorganisation VIER POTEN zeigt Wirkung: Deutsche Supermarktketten weigern sich inzwischen geschlossen, das Fleisch kranker Gänse aus den Käfigbatterien der ungarischen Stopfleberindustrie zu verkaufen.

In der Gastronomie sieht es jedoch anders aus. In der scheinbaren Anonymität verschwinden nun Unmengen des minderwertigen Stopffleisches. Gerade jetzt zum Martinstag (11. November) ist deshalb besondere Vorsicht angebracht. VIER PFOTEN empfiehlt, sich in Restaurants, Gasthäusern oder anderen Gastronomiebetrieben immer die Packung mit dem Produzenten und dessen EWG-Nummer zeigen zu lassen. „Weigert sich der Wirt oder kontert mit Ausreden, ist die Herkunft aus Tierquälerei sicher“, so Kampagnenleiter Marcus Müller von VIER PFOTEN.

Die Stopfmast, die in Deutschland streng verboten ist, produziert jährlich Millionen kranker verfetteter Gänse. Die Tiere werden mehrmals täglich mit Gewalt gestopft, bis die Leber völlig verfettet und zehnfach angeschwollen ist. „Diese Tiere sind todkrank und das Fleisch gehört eher in den Sondermüll als auf den Teller“, so Marcus Müller von VIER PFOTEN. Zusätzlich werden viele der Gänse vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit den Daunen der Tiere zu machen. Dabei werden die Gänse brutal zwischen den Beinen eingeklemmt und bei vollem Bewusstsein völlig kahl gerupft und dabei schwer verletzt. Das Fleisch dieser armen Kreaturen landet inzwischen fast ausschließlich in der Gastronomie, weshalb VIER PFOTEN die Gastronomieverbände auffordert, ein klares Zeichen für den Tierschutz zu setzen und sich zu den strengen heimischen Gesetzen zu bekennen. Diese werden durch die Fleischbeschaffung aus den ungarischen Stopfmastfarmen umgangen. Dabei gibt es längst Alternativen: in den Hauptproduktionsländern Ungarn und Polen verzichten bereits genügend Produzenten auf Stopfmast und Lebendrupf und lassen sich durch VIER PFOTEN jederzeit unangemeldet kontrollieren.

VIER PFOTEN stellt ständig aktualisierte Listen mit positiven und negativen Produzenten online. So kann der Gast sofort feststellen, was zum Martinstag wirklich aufgetischt wird. Diese und weitere Infos sind auf  www.vier-pfoten.de abrufbar.