Mais-Massaker in Mexiko


 

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English: Pyroxsulam: novel herbicide (Dow AgroSciences) (Photo credit: Wikipedia)

Mais-Massaker in Mexiko

Freitag, den 23. November 2012
von ETC-Group*Die Vielfalt der mexikanischen Maissorten / archivo-de-proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, flickr(La Paz, 16. November 2012, bolpress-poonal).- Monsanto, DuPont und Dow, die Giganten im Agrobusiness, verschwören sich zu einem der größten Schläge der Geschichte gegen ein Nahrungsmittel von globaler Bedeutung. Innerhalb der kommenden zwei Wochen könnte die aus dem Amt scheidende Regierung von Felipe Calderón die Anträge dieser Unternehmen auf den großflächigen Anbau von Genmais in Mexiko genehmigen.

Aufruf an FAO und CDB

Dieses „Abschiedsgeschenk“ für die Unternehmen wäre ein Stich ins Herz für das Zentrum des Ursprungs und der Vielfalt der Maispflanze.Es wird schwerwiegende und weltweit wirkende Folgen nach sich ziehen. Angesichts der bevorstehenden Genehmigung fordern die Bewegungen und Organisationen der Zivilgesellschaft, dem Genmais in Mexiko absoluten Einhalt zu gebieten.

Die Vereinigung der gesellschaftlich engagierten WissenschaftlerInnen UCCS (Unión de Científicos Comprometidos con la Sociedad) Mexikos gab eine deutliche Erklärung ab. Darin forderte sie die Regierung auf, sämtliche Genehmigungen für die Aussaat von Genmais im Land zu widerrufen und jegliche experimentelle Aussaaten zu stoppen [1]. Die ETC-Group schließt sich diesen Forderungen an und ruft die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO (Food and Agriculture Organization) sowie die UNO-Konvention zur Biologischen Vielfalt CDB (Convention on Biological Diversity) auf, unmittelbar tätig zu werden, um die Katastrophe zu vermeiden. Beide Einrichtungen sind von der internationalen Gemeinschaft beauftragt, die Ernährungssicherheit zu unterstützen und die biologische Vielfalt zu schützen.

Genehmigungen für 1 Mio. Hektar beantragt

 Archivo de proyectos / CC BY-NC-SA 2.0,-flickrIn der mexikanischen Gesellschaft herrscht Empörung und das Empfinden eines Notstands, nachdem bekannt wurde, dass die beiden größten Saatgutunternehmen der Welt, Monsanto und DuPont (deren mexikanische Filiale unter dem Namen Pioneer Hi-Bred bzw. PHI México bekannt ist), sowie Dow Agrosciences (an achter Stelle auf der globalen Rangliste der Saatgutunternehmen) bei der Regierung die Aussaat von Genmais auf einer Fläche von 2,5 Millionen Hektar [Anm. der Redaktion: Diese Zahl ist aufgrund der Mehrfachzählung von Anträgen falsch. Es handelt sich um ca. 1 Mio. Hektar] in Mexiko beantragten[2].

Die beantragte Fläche ist so groß, dass sie der Hälfte der Landesfläche von El Salvador entspricht. WissenschaftlerInnen haben tausende verschiedener, von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen genutzter Maissorten identifiziert, die in Mexiko ihren Ursprung haben. Dies macht dieses Land zum Hüter der genetischen Vielfalt des Mais in der Welt schlechthin. Würden die Anträge genehmigt, würde dies die erste massive Freisetzung einschließlich der Vermarktungserlaubnis von Genmais bedeuten, die direkt ein angebautes globales Nahrungsmittel in seinem Ursprungszentrum betrifft.

Auch umstrittene Sorte Mon603 soll angebaut werden

„Wenn die mexikanische Regierung dieses Verbrechen von historischer Bedeutung erlaubt, dann werden wir die Transgene bald in den Tortillas und dem normalen Essen der gesamten mexikanischen Bevölkerung finden. Denn der Mais der Bundesstaaten, für die die Anträge gestellt sind, versorgt vor allem die Städte. Außerdem wird die genetische Kontaminierung der kleinbäuerlichen Sorten unvermeidlich sein. Es handelt sich um einen äußerst gravierenden Schaden für mehr als 7000 Jahre indigener und bäuerlicher Arbeit, durch die der Mais geschaffen wurde – eine der drei am meisten verbreiteten Anbaupflanzen für die Welternährung“, so Verónica Villa von der Organisation ETC-Group in Mexiko. „Doch damit nicht genug. Die Unternehmen wollen auf mehr als 1,4 Millionen Hektar den herbizidtoleranten Mais von Monsanto [Mon603] anpflanzen [Anmerkung der Redaktion: Auch hier stimmt die Fläche nicht, aber leider der Fakt, dass großflächig Mon603 angebaut werden soll]. Es ist derselbe Maistyp, der laut einer überprüften und jüngst veröffentlichten Studie Krebs bei Ratten produziert hat[3].”

Offizielle Karte der Ursprungszentren nicht korrekt

Traditioneller Maisanbau an einem Steilhang in Oaxaca. Registriertes Ursprungszentrum? / Foto: Entre Campos & Entre PueblosKleinbauern und Kleinbäuerinnen und die Landbevölkerung in Lateinamerika, Asien und Afrika werden am stärksten betroffen sein, denn Mais ist zu einer der wichtigsten Subsistenzquellen in vielen Ländern geworden.

Die Vielfalt dieses Getreides erlaubt es, es an örtliche Bedingungen anzupassen und sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Neben Mexiko weisen die südafrikanischen Länder Lesotho, Zambia und Malawi den höchsten Pro-Kopf-Konsum von Mais in der Welt auf[4].

Die mexikanische Regierung besteht darauf, dass die Antragsregionen im Norden Mexikos nicht zum „Ursprungszentrum“ des Mais gehören, weil dort keine einheimischen Sorten gefunden wurden. Doch dies entspricht nicht der Wahrheit. In diesen Bundesstaaten sind einheimische Sorten gesammelt worden, wenn auch in geringerer Anzahl als im Süden. Verschiedene WissenschaftlerInnen und selbst die Nationale Kommission für die Erforschung und Nutzung der Biodiversität Conabio (Comisión Nacional para el Conocimiento y Uso de la Biodiversidad) gehen davon aus, dass das gesamte mexikanische Territorium als Ursprungszentrum des Mais betrachtet werden muss[5]. Nach einem neuen Bericht des Studienzentrums für den Wandel im Mexikanischen Landbau Ceccam (Centro de Estudios para el Cambio en el Campo Mexicano) ist die vor Kurzem von der Regierung veröffentlichte Karte der Ursprungszentren wissenschaftlich nicht korrekt und wurde entworfen, um die Pflanzungen von Genmais durch die Multis zu rechtfertigen[6].

Kontaminierung einheimischer Sorten vorprogrammiert

Der Anbau (und Nachbau) von Genmais für die kommerzielle Nutzung wird die einheimischen kleinbäuerlichen Sorten weit über das Anbaugebiet hinaus kontaminieren. Dies wird sowohl über den Einheimischer bunter Mais in Mexiko / Archivo de-Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0,  flickrvon Wind und Insekten transportierten gentechnisch veränderten Pollen als auch durch die Vermischung in Silos sowie versehentliche Austritte aus Lkw-Ladungen, mit denen der Mais in ganz Mexiko verteilt wird, geschehen.

Die WissenschaftlerInnen der UCCS und andere KollegInnen weisen darauf hin, dass die negativen Auswirkungen der Kontaminierung mit gentechnisch verändertem Material „aufgrund der allmählichen Anhäufung von Transgenen im Keimplasma unumkehrbar und fortschreitend sein können“ und so die biologische Vielfalt erodieren[7]. Hunderte von AgronomInnen und anderen mexikanischen WissenschaftlerInnen, Kleinbauernorganisationen, LandwirtInnen und VerbraucherInnen haben ihren Widerspruch gegen die die Aussaat von Transgenen deutlich gemacht. Doch die Regierung von Felipe Calderón, deren Amtszeit mit dem 1. Dezember 2012 abläuft, hat auf ihre letzten Tage nichts mehr zu verlieren. Es wird erwartet, dass sie den Anträgen der Unternehmen stattgibt.

Multis könnten Kleinbauern anklagen

Wenn die Aussaaten genehmigt werden, können sich die Maisbauern und Maisbäuerinnnen, ohne es zu wissen plötzlich in der Situation befinden, die Patente auf Genmais „zu verletzen“. Das heißt, ihre Parzellen könnten unbemerkt kontaminiert werden und Monsanto wird sie anklagen dürfen, „patentierte Gene zu nutzen“ ohne dafür gezahlt zu haben. Die Kleinbauernfamilien könnten zu Entschädigungszahlungen an die PatentinhaberInnen verpflichtet werden, wie dies bereits in hunderten Fällen in den USA und Kanada geschehen ist.

„Es wäre eine monumentale Ungerechtigkeit für die Schöpfer des Mais – eines der grundlegenden Nahrungsmittel der Menschheit – wenn sie zur Zahlung von Lizenzgebühren an die transnationalen Unternehmen, die das überlieferte Wissen ausbeuten, gezwungen würden“, meint Silvia Ribeiro, Lateinamerika-Direktorin der ETC-Group.

Moratorium seit 2009 willkürlich ausgesetzt

1999 verhängte Mexikos Nationale Kommission für Biosicherheit in der Landwirtschaft ein Moratorium für [Gen-]Maisexperimente und die kommerzielle Aussaat, aufgrund Mexikos einzigartiger Stellung als Zentrum des Ursprungs und der genetischen Vielfalt des Mais. Die Regierung Calderón brach 2009 in willkürlicher Manier mit dem Moratorium, obwohl dessen Grundvoraussetzungen nach wie vor bestehen. Seitdem hat die neuen Kommission für Biosicherheit und Gentechnik CIBIOGEM (Comisón Intersecretarial de Bioseguridad de los Organismos Genéticamente Modificados) vier transnationalen Unternehmen (Dow Agrosciences, DuPont, Monsanto und Syngenta) insgesamt 177 Experimente mit Genmais autorisiert.

Die Feldversuche sind wegen fehlender Strenge hinsichtlich der Biosicherheit kritisiert worden, denn sie erfüllen nicht einmal die Auflagen des lasch formulierten mexikanischen Biosicherheitsgesetzes. Silvia Ribeiro argumentiert: „Die öffentlichen Befragungen sind ein Schwindel gewesen. Die Versuche wurden genehmigt ohne die fundierten Kritiken zu berücksichtigen und ungeachtet der Tatsache, dass diese die Mehrheit der eingesandten Kommentare ausmachten. Viele Kritiken und Kommentare kamen von anerkannten Agronomen und anderen Wissenschaftlern. Doch damit nicht genug: Die Ergebnisse der Versuche wurden geheim gehalten. Trotzdem dienen sie dazu, die Genehmigung der kommerziellen Aussaat zu rechtfertigen.“

Calderón ignoriert Empfehlung des UN-Sonderberichterstatters

Traditioneller kleinbäuerlicher Mischfruchtanbau von Mais / Foto-Entre Campos & Entre PueblosNach seinem offiziellen Mexikobesuch in 2011 empfahl der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, der mexikanischen Regierung die Wiedereinführung des Moratoriums. Er verwies zur Begründung sowohl auf die Folgen für die Biodiversität als auch die Rechte der LandwirtInnen[8]. Die mexikanische Regierung ignorierte diese Empfehlung. Ana de Ita von der Organisation Ceccam weist darauf hin, dass das Gebiet, für das die Genehmigungen in den Bundesstaaten Sinaloa und Tamaulipas beantragt wurden, größer ist als das, auf dem dort gegenwärtig Mais und andere Pflanzenkulturen im Bewässerungssystem angebaut werden.„Offenbar planen die Unternehmen, die gesamte, für den Mais und andere Anbaupflanzen bestimmte Fläche zu nutzen. Das ist anstößig. Es gibt keinen Grund für Mexiko, seine Geschichte und seine Biodiversität durch den Genmais aufs Spiel zu setzen. Mexiko produziert genügend Mais für den menschlichen Konsum, sogar Überschuss. Das Land könnte noch viel mehr produzieren, wenn es Bauern und Bäuerinnen sowie KleinproduzentInnen Unterstützung bereitstellt, statt seine Ernährungssouveränität den transnationalen Unternehmen auszuliefern.“

85 Prozent der MaisproduzentInnen sind Kleinbauernfamilien

Der Mais ist grundlegend für die Kulturen, die Wirtschaft und die Versorgung der mexikanischen Bevölkerung. Die Mehrheit der MexikanerInnen ernährt sich tagtäglich vom Mais, in all seinen unterschiedlichen Zubereitungsformen. Die konsumierte Menge überschreitet bei weitem die durchschnittliche verzehrte Menge in fast allen anderen Ländern (der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Mexiko bei 115 Kilogramm im Jahr).

Kleinbauer aus Oaxaca / Archivo de Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, flickrEtwa 85 Prozent der mexikanischen MaisproduzentInnen sind Kleinbauern, Kleinbäuerinnen und LandwirtInnen, die geringe Mengen auf Parzellen anbauen, die kleiner als fünf Hektar sind. Doch von ihren Ernten ernährt sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, vor allem die Armen. Gleichzeitig hüten sie die genetische Vielfalt der Pflanze und bereichern sie durch die dezentralisierte Anbauform des Mais. Es werden sehr viele unterschiedliche Sorten ausgesät und an die örtlichen Bedingungen angepasst. Der Anbau erfolgt zusammen mit anderen Pflanzenkulturen sowie wilden Arten.

Aufruf von 2009: Keine Antwort von FAO und CDB

Im Jahr 2009 schickten das Netzwerk zur Verteidigung des Mais (Red en defensa del Maíz)[9] und La Vía Campesina Nordamerika der FAO und der CDB einen offenen Brief, den hunderte Organisationen und Einzelpersonen unterschrieben. Darin wurden die Institutionen aufgefordert, Maßnahmen gegen die Kontaminierung des Genmais in seinem Ursprungszentrum Mexiko zu ergreifen[10]. Die damaligen Direktoren beider Organisationen gingen auf die Petition nicht ein, obwohl beide Einrichtungen das Mandat haben, die Zentren des Ursprungs und der Vielfalt von Anbaupflanzen zu schützen[11]. Wir fordern nun die neuen Direktoren von FAO und CDB auf, entsprechende Schutzmaßnahmen sofort in Angriff zu nehmen.

Anmerkungen:

1. Eilaufruf der UCCS für Aktionen gegen die Genmaisaussaat auf mexikanischen Feldern: http://www.uccs.mx/doc/g/planting-gmo-corn_es

2. Die Liste der Anträge auf experimentelle Aussaat von genveränderten Kulturen sowie Aussaat im Freien kann hier eingesehen werden: http://www.senasica.gob.mx/?id=4443. (PHI México ist Teil von DuPont)

3. Gilles-Eric Séralini <A href=”http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278691512005637&#8243; data-mce-href=”http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278691512005637″>http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278691512005637</A&gt; et al., “Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize,” in Food and Chemical Toxicology <A href=”http://www.sciencedirect.com/science/journal/02786915&#8243; data-mce-href=”http://www.sciencedirect.com/science/journal/02786915″>http://www.sciencedirect.com/science/journal/02786915</A&gt;, Volumen 50, Número 11 , November 2012, pp. 4221–4231. Siehe auch: John Vidal, “Study linking GM maize to cancer must be taken seriously by regulators,” The Guardian, 28 septiembre 2012, verfügbar unter: <A href=”http://www.guardian.co.uk/environment/2012/sep/28/study-gm-maize-cancer&#8221; data-mce-href=”http://www.guardian.co.uk/environment/2012/sep/28/study-gm-maize-cancer”>http://www.guardian.co.uk/environment/2012/sep/28/study-gm-maize-cancer</A&gt;; vgl. auch Silvia Ribeiro, “<A href=”http://www.jornada.unam.mx/2012/10/06/opinion/024a1eco&#8221; target=_blank data-mce-href=”http://www.jornada.unam.mx/2012/10/06/opinion/024a1eco”>Caza de Ratas</A>”, La Jornada, México, 6/10/12, auf Deutsch bei poonal: <A href=”http://www.npla.de/poonal/3990&#8243; target=_blank data-mce-href=”http://www.npla.de/poonal/3990″>Rattenjagd </A>(in Ausgabe 1015)

4. Alfred W. Crosby, Revision von James C. McCann, Maize and Grace: Africa’s Encounter with a New World Crop, 1500-2000 en Technology and Culture, Vol. 47, No. 1, Enero 2006, pp. 190-191.

5. A. Serratos, El origen y la diversidad del maíz en el continente Americano, 2. Ausgabe, September 2012, Universidad Autónoma de la Ciudad de México y Greenpeace, online verfügbar unter: http://www.greenpeace.org/mexico/es/Footer/Descargas/reports/Agricultura-sustentable-y-transgenicos/El-origen-y-la-diversidad-del-maiz-2a-edicion; Conabio: Proyecto Centros de Origen y Diversidad Genética. http://www.biodiversidad.gob.mx/genes/centrosOrigen/centrosOrig.html

6. Ceccam, La determinación de los centros de origen y diversidad genética del maíz, Mexico, 2012, online verfügbar unter: http://www.ceccam.org/publicaciones?page=1

7. UCCS, Extrañamiento al Presidente de la República Mexicana, México, 2009, online verfügbar unter: http://www.unionccs.net/doc/g/sciencetrmaize_es

8. Olivier de Schutter, Bericht über seinen Ortsbesuch in Mexiko, Paragr. 53, 54 y 55. siehe“g” bei Schlussfolgerungen und Empfehlungen: http://www.srfood.org/index.php/en/country-missions, (siehe auch: Mission to Mexico, 2011)

9. Red en Defensa del Maíz umfasst mehr als 1.000 indigene Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft. Es gründete sich im Jahr 2001, als man erstmal kontaminierten Mais in Mexiko entdeckt hatte. Seither kämpft das Netzwerk gegen das Eindringen von Genmais nach Mexiko. Auch ETC und Ceccam sind Mitglieder des Netzwerkes).

10. Online abrufbar unter: http://www.etcgroup.org/es/content/carta-de-la-red-en-defensa-del-maíz-contra-la-liberación-de-maíz-transgénico-en-méxico

11. Der frühere Generalsekretär der CDB, Ahmed Djoghlaf reagierte auf den offenen Brief nicht, ebensowenig wie der Leiter der FAO. Der Leiter des Referats für Pflanzenproduktion und Pflanzenschutz, Shivaji Pandey, ein Anwalt der für seine Position zugunsten gentechnisch veränderter Kulturen bekannt ist, reagierte jedoch und schrieb, dass die FAO Beratung anbieten könne, die Biosicherheit jedoch eine innere Angelegenheit Mexikos sei.

 

* Die ETC-Group (Aktionsgruppe zu Erosion, Technik und Konzentration) ist eine international arbeitende Nichtregierungsorganisation mit Beraterstatus für verschiedene UN-Organisationen und Gremien.

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EL DEBER, SANTA CRUZ DE LA SIERRA: Beginn zweiter Marsch der Indigenen als Protest gegen …


Coat of arms of the Bolivian department of San...

Klaus Braunert Hufeisenweg  SIMBIOSIS-Mensch u.Natur e.V.  Germany

www.promonte.de

Heute im El DEBER, Santa Cruz de la Sierra : Beginn des zweiten Marsches der Indigenen als Protest gegen den von der MAS (MAS: Bewegung für den Sozialismus) Regierung weiterhin forcierten Bau einer Schnellstraße durch das TIPNIS– Naturschutzgebiet.

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Arcoíris plurinacional va rumbo a La Paz La marcha indígena recorrió ayer sus primeros 16 kilómetros en tres horas de caminata. Unas 400 personas salieron de la plaza de Trinidad rumbo a Puerto Varador Pablo Ortiz. Trinidad | portiz@eldeber.com.bo

Un arcoíris partió danzando desde la plaza de Trinidad rumbo a La Paz. En la punta estaban las plumas rojas, azules, verdes y blancas de los macheteros de San Ignacio de Moxos, los seguían los ponchos rojos, terracota y verdes que llegaron desde el altiplano. Más arriba, wiphalas y patujús se oponían al cielo gris, amenazante, que tapó el sol para que la marcha en defensa del Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro Sécure recorra sus primeros 16 kilómetros desde Trinidad hasta Puerto Varador, a orillas del Mamoré. Desde las 14:00, los marchistas se congregaron frente a la catedral trinitaria. Lázaro Tacoó, chiquitano, dirigente de la Confederación Nacional de Pueblos Indígenas de Bolivia (Cidob), agradeció la hospitalidad del pueblo boliviano y pidió disculpas si se entiende que esta marcha está digitada desde Santa Cruz. Explicó que la Cidob tiene presencia en siete de los nueve departamentos del país y es una característica de los indígenas adherirse a la lucha de los otros pueblos. Para ese momento, la columna central ya había llegado a la plaza y el padre Tori, que cambió la sotana por una camijeta moxeña, los invitó a entrar a la catedral para encomendar la movilización a Dios. Los macheteros encabezaron el ritual: como movido por el viento, el plumaje que adorna sus cabezas se inclinaba ante el altar para encomendar la caminata a la Virgen de Loreto. En la Iglesia, las estatuas de los santos católicos parecían mirar hacia otro lado, pero hasta las poleras hablaban: “No hay tranqueras que detengan al camba cuando dice, poderoso, vamos a triunfar”. El padre Tori eligió un versículo de Deuteronomio para la lectura, ese que habla de elegir entre el bien y el mal, y recordó que los marchistas están saliendo sin nada en las manos, sin violencia, para hacer escuchar su voz al mundo. A la salida de la Iglesia, los discursos políticos tomaron el atrio de la catedral trinitaria. Bertha Bejarano, presidenta de la marcha, recordó que esta movilización es para que se respeten los derechos indígenas.

“Nos han querido comprar con nuestros propios recursos, pero estamos aquí por voluntad propia. Nadie nos está pagando, como en San Ignacio de Moxos, donde se paga a los mototaxistas”, dijo la dirigente Felix Becerra fue el encargado de hablar a nombre de la Confederación de Ayllus y Marqas del Qollasuyo. Él celebró la unidad de los pueblos y naciones indígenas de oriente y occidente para defender sus derechos y los de la Pachamama. El diputado indígena Pedro Nuni denunció que el presidente Evo Morales trató de cooptar dirigentes indígenas con regalos en el Tipnis, pero no pudo evitar que esta marcha se inicie. “Cuando el presidente vaya a un foro internacional es bueno que el mundo sepa que Evo Morales ya no representa a los pueblos indígenas, que estamos en contra de esta consulta trucha”, dijo. En esa misma línea, el ejecutivo de la Central Obrera Departamental, Juan Acosta, aseguró que Morales ha traicionado a los que lo llevaron al poder.

Afirmó que desde la Gobernación de Beni se intenta regalar a los ‘colonizadores del Conisur’ los territorios del Tipnis donde se encuentran las riquezas petroleras de Beni. Prometió apoyo a la marcha cuando se acerque a los lugares más difíciles. Con Adolfo Chávez llegaron más razones para marchar. Aseguró que la ley 222 de consulta previa para el Tipnis, los indígenas definirán cuándo quieren morir, que es una ley para hacer pasar la carretera por la mitad del patio de la casa grande de los tsimanes, yuracarés y moxeños.

 “Présteme un combo, una picota y un azadón y voy a entrar a su patio por donde me dé la gana, presidente. Si es que usted tiene hogar y no está en su casa, voy a preguntarle a su perrito si puedo pasar”, dijo.

También hubo una promesa de futuro político. “Nos dicen que el Tipnis está siendo depredado por madereros. La Cidob no controla los bosques, es la ABT, que es gubernamental. Todavía no somos Gobierno del Estado plurinacional, ¿de qué nos acusa?”, preguntó Chávez, dejando abierta que la Cidob o el movimiento indígena busque el Gobierno. Si hacía falta otra declaración a favor, la dio el sacerdote Tori antes de bendecir la marcha: “No es necesario hacer un juramento, pero como hay traidores, hay que hacer un juramento. No es necesario decir hasta dónde es el límite de nuestro departamento, pero como nos quieren quitar una provincia, hay que decir hasta dónde es: Vayan hasta La Paz y griten la verdad y el derecho de los pueblos indígenas”, dijo, mientras esparcía agua bendita con una flor. Así, al ritmo de la chobena, la marcha salió mitad bailando, mitad trotando hacia La Paz: en cuanto dejaron la plaza trinitaria, una llovizna decidió acompañarlos: los indígenas la interpretaron como otra bendición. EN LA JORNADA – Reclamo. El Movimiento Cívico Nacional emitió ayer un pronunciamiento en rechazo “a la injerencia política del Gobierno, con recursos del Estado, para impedir la marcha indígena en defensa del Tipnis. –

Apoyo. El ministro de Obras Públicas, Vladimir Sánchez, dijo ayer que consensuará un acuerdo para atender las necesidades de las comunidades del Tipnis, sin importar los resultados de la consulta previa sobre la construcción de la vía. – Posición. La Asamblea Permanente de Derechos Humanos y la COB respaldan la novena marcha indígena, anunciaron sus dirigentes. – Opositor. El diputado Luis Felipe Dorado, CN, dijo que el Gobierno ha fracasado en todos sus intentos por detener la marcha en defensa del Tipnis. Afirman que la ‘estrategia del cutuchi’ da resultados Tenemos que aprender de nuestros ancestros. Ellos tenían varias estrategias, ya analizaremos cuál utilizar. Ellos tenían la estrategia de la araña o como el cutuchi, al que uno le corta la cabeza, pero sigue avanzando por el otro extremo”, dijo Adolfo Chávez, presidente de la Cidob. En el primer día de la marcha parece que la estrategia ha quedado develada: los ‘cutuchis’ son las centrales de la Cidob y el cuerpo son las bases.

Pese a que las cabezas han sido cortadas o han firmado acuerdos con el Gobierno, sus bases se van plegando poco a poco a la marcha. Un ejemplo de ello son los guarayos. Sus banderas flamearon punteando la marcha, fueron los primeros en llegar, a las 19:15, a Puerto Varador y allí Jhonny Rojas, exdirigente de la Copnag, explicó que han llegado hasta Trinidad 35 representantes de esa etnia desobedeciendo a sus dirigentes.

 Y la estrategia del cutuchi se hará más fuerte mientras avance la marcha. Chávez espera que los indígenas del Territorio Indígena Multiétnico se sumen cuando la marcha se acerque a San Ignacio de Moxos, mientras que el cuerpo de la movilización estará completo cuando la columna se acerque a San Borja. En la jornada – Desmarque. Ribana Eanta, de la etnia sirionó, está embarazada de ocho meses y asegura que en Ibiato no han aceptado la negativa de participar en la marcha hecha por Pedro Bare, dirigente de la Central de Pueblos Étnicos de Beni. Explica que por falta de movilidad no han llegado más sirionós para sumarse a la marcha. – De Santa Cruz. Para mañana se espera la llegada de los chiquitanos y guaraníes hasta Beni.

Lázaro Tacoó, dirigente chiquitano, explica que José Bailaba firmó con el Gobierno, pero los indígenas de San Ignacio de Velasco y el Bajo Paraguá no le harán caso. Lo mismo sucede con una decena de capitanías guaraníes. – Solicitud. La parlamentaria indígena del Perú Hilaria Supa, de visita en el país, pidió al presidente Evo Morales sentarse a dialogar con los marchistas del Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro Sécure (Tipnis) para buscar una solución al conflicto generado por la construcción de la carretera Villa Tunari – San Ignacio de Moxos. “Los hermanos y hermanas tienen derecho a protestar, pero lleguemos a una consulta y a un acuerdo y también decir al hermano Evo Morales que también dialogue con los hermanos”, indicó la legisladora. – Ausencias. Según la agencia estatal de noticias ABI, el Consejo Nacional de Indígenas del Sur (Conisur) informó que no participan en la marcha al menos representantes de 59 de las 67 comunidades que habitan esa reserva nacional. – Recaída.

 El presidente de la Subcentral del Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro Sécure (Tipnis), Fernando Vargas, nuevamente fue internado en el hospital Germán Busch de la capital beniana, Trinidad, por la complicación de su salud a consecuencia del dengue, según la ANF. «Queremos respeto del Gobierno» Marcial Fabricano / Líder indígena -¿Qué diferencias hay entre la primera y la novena marcha indígena? – En 1990 los bolivianos, el mundo y Beni no conocían a sus indígenas. Fue un caso único y se tenía cierta desconfianza de lo que podía acarrear ese acontecimiento, pero nosotros con nuestra humildad y sinceridad demostramos que no teníamos intención de acarrear problemas. Solo queríamos que el Estado nos reconociera. -¿Qué se consiguió con esa marcha? – Se consiguieron territorios indígenas y la dignidad, derecho de existencia de los pueblos, reconocer nuestras formas y estilos de vida en el marco de organizaciones propias. -Ya todo eso está constitucionalizado, ¿qué cree que falta aún? -Creo que lo que corresponde es la aplicación de esa normatividad ya existente. Lo que falta es que el Gobierno nacional respete el derecho conquistado. Eso ya no está en discusión; tenemos nuestro territorio, no se lo hemos arrebatado a nadie, son nuestros territorios milenarios, es nuestro hábitat. -A usted lo azotaron en el Tipnis y quiere participar de la marcha, ¿sanaron las heridas? -Ahí estuvo precisamente la mano del Gobierno, duplicando instituciones, eso causó el trato que se me hizo. Se me ha sanado el espíritu, me ha sanado mi vida y no hay nada que me impida seguir luchando por el derecho de mis hermanos y mi familia, por el derecho de vivir en paz y en libertad.